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Biberist Netzwerk Energiestadt Kt. SO

Probieren Sie das neue Energieportal aus!

Die Gemeinde Biberist verfügt neu über ein Energieportal, welches gemeinsam von der Arbeitsgruppe Energie & Umwelt und der Energieversorgung Biberist ins Leben gerufen wurde. Mit dem Energieportal sollen Einwohner:innen auf einfache Weise an alle relevanten Informationen gelangen, wenn sie sich für erneuerbare Energien im Gebäude interessieren.

Das Energieportal funktioniert ganz einfach: Sie geben auf der Webseite die Adresse des Gebäudes ein und mit einem Klick erhalten Sie alle Informationen, die spezifisch auf das Gebäude angepasst sind. Dem Portal sind alles öffentlich zugängliche Daten hinterlegt. Diese Daten vereint ermöglichen konkrete Aussagen zu den Optionen, die in einem Gebäude mit erneuerbaren Energien bestehen. Das Energieportal umfasst Informationen zu folgenden Themen:

  • Heizungsersatz: Welches erneuerbare Heizsystem ist für Ihr Gebäude empfohlen?
  • Solarpotenzial: Wie gut eignet sich Ihr Dach für eine Photovoltaikanlage?
  • Energiegemeinschaften: Gibt es eine Energiegemeinschaft (LEG oder vZEV), der Sie sich anschliessen könnten?
  • Kostenlose und neutrale Energieberatung: Lernen Sie Ihre Optionen kennen.

Das Energieportal verweist zudem auf Webseiten, wo Sie weiterführende Informationen zu Förderbeiträgen und/oder steuerlichen Anreizen sowie zu verschiedenen Heizungssystemen finden. Besuchen Sie das neue Energieportal und probieren Sie es aus!

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Anlass «Solarstrom optimal nutzen»

Die Energiestadt Biberist organisierte am Mittwoch, 29. Oktober 2025 einen Informationsanlass zur Frage: «Wie kann Solarstrom optimal genutzt werden?» Das Thema stiess auf grosses Interesse und lockte über 100 Biberister:innen in die Alte Turnhalle. Vier Experten beleuchteten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie standen im Anschluss für Fragen zur Verfügung, genauso wie die lokalen Unternehmen der Solarbranche, die Teil der Tischmesse waren. 

Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann eröffnete den Anlass, welcher im Rahmen der Energiestadt-Aktivitäten der Gemeinde stattfand. Er betonte, dass Biberist seit einem Jahr dank dem Prozess und Label «Energiestadt» Mehrwerte für alle schafft. Er verwies unter anderem auf das neue Förderprogramm der Gemeinde – neu sind Baubewilligungsgebühren im Bereich erneuerbare Energien wie PV-Anlagen und Wärmepumpen reduziert (hier erfahren Sie mehr).

Vier Experten erläuterten das Thema Solarstrom aus unterschiedlichen Perspektiven. Markus Flatt, Berater bei EVU Partners und Verwaltungsratspräsident der EV Biberist, beleuchtete die aktuelle Situation des Solarstroms am Markt. Als wesentliche Herausforderung nannte er das zunehmende Überangebot von Solarstrom an sonnigen Tagen und die entsprechend tiefen oder gar negativen Preise. Die Vergütungspreise für Netzeinspeisung werden ab 2026 schweizweit marktpreisabhängig festgelegt, mit einer Minimalvergütung für kleinere Anlagen. Daher gewinnen Lösungen zum lokalen Verbrauch des Stroms an Bedeutung. 

David Joss von der Berner Fachhochschule ging auf das Stromnetz ein. Er wies darauf hin, dass PV-Anlagen künftig teilweise gedrosselt werden müssen, da ein vollständiger Netzausbau für alle Leistungsspitzen technisch und wirtschaftlich nicht realisierbar sei. Somit ist das Ziel auch für ihn, möglichst viel Strom vor Ort zu nutzen – auch in der Nachbarschaft oder im Quartier. 

Tobias Sterki von der EV Biberist informierte schliesslich darüber, wie Solarstrom lokal genutzt werden kann – durch Eigennutzung, Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV und vZEV) oder neue lokale Elektrizitätsgemeinschaften (LEG). Ab 2026 sollen in Biberist 30 neue lokale Quartierstrom-LEG gegründet werden, damit Erzeuger und Verbraucher den lokal produzierten Solarstrom bestmöglich nutzen können. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Website der EV Biberist.

Christian Mollet, ehemaliger Inhaber der Mollet & Co. AG, zeigte zum Schluss auf, wie er seinen Eigenverbrauch in Kombination mit Elektromobilität optimiert. Bidirektionales Laden ist dabei der Schlüssel. Sein E-Auto funktioniert als Batterie und ermöglicht ihm, den Solarstrom besser auszunutzen. 

Beim anschliessenden Apéro mit Tischmesse konnte sich das Publikum bei den Experten und den anwesenden lokalen Firmen der Solarbranche – EV Biberist, Regio Energie Solothurn, Helion Energy AG, Solstis Energy AG, OptimaSolar Solothurn und Schär & Partner Engineering GmbH – weiter informieren. 

Präsentationen zum Download

Der Anlass wurde unterstützt durch:

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Weniger Gebühren für klimafreundlichere Gebäude

Der Gemeinde Biberist ist es ein Anliegen bei Gebäuden den Umstieg auf erneuerbare Energien zu fördern. Eigentümerinnen und Eigentümer profitieren neu von reduzierten Gebühren beim Einreichen eines Baugesuchs, wenn sie eine fossile Heizung mit einem erneuerbaren Heizsystem ersetzen oder eine Photovoltaikanlage installieren. 

Die Begleitgruppe Energiestadt Biberist beschloss im Juni 2025, dass bei Baubewilligungsverfahren für klimafreundliche Energieerzeugungsanlagen die Gebühren bis zu einem Betrag von maximal CHF 500.00 pro Fall erlassen werden. Biberist möchte damit das Engagement der Eigentümerinnen und Eigentümer honorieren, die ihre fossilen Heizungen mit erneuerbaren Heizsystemen ersetzen oder eine Photovoltaikanlage installieren. Konkret umfasst das Baubewilligungen für:

  • Wärmepumpen
  • Fernwärmeanschlüsse
  • Feuerungsanlagen (Pellets/Holzschnitzel)
  • Photovoltaikanlagen

Der Gebührenerlass kommt bei allen Gesuchen, welche die vorgenannten Kriterien erfüllen und nach dem 1. September 2025 eingereicht wurden, zur Anwendung. 

Die finanziellen Aufwendungen, welche durch die Gebührenreduktion entstehen, übernimmt der Fonds für die Finanzierung des Energiestadtprogramms. Jährlich werden 0.2 Rappen pro Kilowattstunde (kWh) der Konzessionsabgaben aller Stromnetzbezüger aus dem Gemeindegebiet in den Fonds eingelegt. 

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Richtfest für die neue Heizzentrale in Biberist

Wärmenetz soll im Sommer 2026 in Betrieb genommen werden

In Biberist wurde ein wichtiger Meilenstein gefeiert: Mit der Eröffnung der neuen Heizzentrale auf dem Papieri-Areal rückt die klimafreundliche Wärmeversorgung der Gemeinde ein grosses Stück näher. Die Inbetriebnahme des Fernwärmenetzes ist für Sommer 2026 vorgesehen.

Symbolischer Moment – technische Arbeiten laufen noch
Auch wenn die technischen Auskoppelungselemente, welche Dampf in warmes Wasser umwandeln und zum Zeitpunkt des Richtfests erst teilweise installiert waren, markiert die Feier einen bedeutenden Schritt im Projektverlauf. «Es war wichtig, den Baufortschritt sichtbar zu machen und gemeinsam zu würdigen», erklärt Projektleiter Peter Kofmel. Die Heizzentrale wird künftig Dampf aus der Kebag-Abfallverwertungsanlage für das Fernwärmenetz aufbereiten und so die Basis für eine nachhaltige Wärmeversorgung in Biberist legen. Bis dahin laufen die Tiefbauarbeiten weiter: Entlang der Fritz-Käser-Strasse werden Leitungen verlegt und mit dem neuen Steg über die Emme wird die Infrastruktur komplettiert.

Nachhaltige Wärme mit grossem Potenzial
Das Fernwärmenetz, das von der Energieversorgung Biberist (EVB) und der BKW AEK Contracting AG (BAC) gemeinsam aufgebaut wird, soll schrittweise erweitert werden. Es erschliesst Gebiete vom Papieri-Areal über die Quartiere Läbesgarte bis zum Schulareal Bleichematt/Mühlematt. Bereits jetzt decken erste Grosskunden rund zwei Drittel der geplanten Anschlusskapazitäten ab.Besonders beeindruckend ist die ökologische Wirkung: Durch den Ersatz fossiler Heizungen können künftig bis zu 4000 Tonnen CO₂ pro Jahr eingespart werden. Damit leistet Biberist einen wichtigen Beitrag zur regionalen Energiewende.

Ein Projekt mit Signalwirkung
Ursprünglich war die Inbetriebnahme bereits für Herbst 2025 geplant. Verzögerungen führten jedoch zu einer Anpassung des Zeitplans. Nun soll das Netz im Sommer 2026 schrittweise in Betrieb genommen werden. Zum nächsten Meilenstein wird der Zeitpunkt, an dem die ersten Biberister Haushalte und Unternehmen klimafreundliche Wärme aus der Heizzentrale beziehen. Das Fernwärmenetz Biberist ist mehr als nur eine technische Infrastruktur. Es zeigt, wie regionale Zusammenarbeit, kluge Ressourcennutzung und nachhaltige Planung zu einer zukunftsfähigen Energieversorgung führen können.

Interessieren Sie sich für einen Anschluss an das Fernwärmenetz?
Bei der Energieversorgung Biberist finden Sie weitere Informationen und das Formular für die Anfrage: ev-biberist.ch/waermeverbund/

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Mobilitätsangebote entdecken

Mit dem Neuzuzügerset von so!mobil

Als Mitglied von so!mobil ist es der Energiestadt Biberist ein Anliegen mit verschiedenen Massnahmen die Einwohnerinnen und Einwohner für eine nachhaltige Mobilität zu sensibilisieren. Zu diesen Massnahmen gehört neu seit diesem Jahr die Abgabe einer Broschüre mit Gutscheinset an Neuzuziehende.

Seit Januar 2025 ist Biberist Mitglied von so!mobil und verteilt neu allen Zuziehenden ein Neuzuzügerset mit Broschüre und zwölf Gutscheinen für lokale Transportunternehmen und Sharing-Angebote. Da der Umzug in eine neue Gemeinde immer mit einer Änderung der täglichen Routine verbunden ist, möchte die Energiestadt mit diesem neuen Angebot einen Impuls für nachhaltige Mobilität setzen. Das Gutscheinset soll Neuzuziehende dazu anregen, verschiedene Mobilitätsangebote, wie zum Beispiel Mobility, SBB P+Rail oder Collectors Solothurn, auszuprobieren und so ihre Mobilität und Freizeit nachhaltiger zu gestalten. Die Gemeinde konnte bereits 200 Exemplare an Neuzuziehende abgeben. «Die Leute freuen sich jedes Mal riesig darüber», so Eden Yemane, Teamleiterin der Einwohnerdienste Biberist.

Die Gutscheine erhalten die Neuzuziehenden entweder als Link bei der Anmeldung via eUmzug oder direkt am Schalter der Einwohnerdienste. Die Broschüre kann ebenfalls auf der Gemeinde bezogen oder unter www.so-mobil.ch/cleverunterwegs heruntergeladen werden. 

«Mobil in der Region Solothurn»
Die Broschüre «Mobil in der Region Solothurn» enthält nützliche Informationen, Links und praktische Tipps zu den Mobilitätsangeboten rund um Biberist. Zu den Gutscheinen gehören unter anderem ein Schnupperabo vom Tarif-verbund Libero, eine vergünstigte Miete vom carvelo (Lastenvelo) und weitere Ermässigungen für regionale Ausflugsziele wie Weissenstein, Bielersee und Naturpark Thal. 

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Green Up Day

Jugendliche erlebten die Natur beim Green Up Day am 13. Juni 2025 in Biberist hautnah. An verschiedenen Posten lernten sie, Heilpflanzen, Tier- und Pflanzengemeinschaften sowie die Bedeutung des Lebensraums Wald kennen und wertschätzen.

Ziel des Green Up Days war es, das Umweltbewusstsein der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler der Kreisschule Biberist-Lohn-Ammannsegg zu fördern und ihnen auf spielerische Weise die Bedeutung von Naturschutz näherzubringen. Organisiert vom Natur- und Vogelschutzverein (NV) Biberist, bot der Anlass den Jugendlichen die Möglichkeit, zwei Stunden lang mit allen Sinnen in die Natur einzutauchen.

Durch verschiedene Stationen wurden Themen wie Artenvielfalt, Lebensräume von Tieren und Pflanzen sowie der Einfluss des Menschen auf die Umwelt greifbar gemacht. Die Jugendlichen durften beobachten, anfassen, Fragen stellen und verstehen, weshalb der Schutz der Natur so wichtig ist. Dabei stand nicht nur die reine Wissensvermittlung im Vordergrund, sondern auch die persönliche Auseinandersetzung mit der lokalen Tier- und Pflanzenwelt im Alltag. Zum Beispiel lernten die Schülerinnen und Schüler, wie sie die Brennnessel problemlos anfassen konnten und dass bei einer Berührung der Saft des Spitzwegerichs Linderung verschafft.

In einer Zeit, in der Umweltprobleme immer drängender werden, ist es der Energiestadt Biberist und dem NV Biberist umso wichtiger, in die Umweltbildung junger Menschen zu investieren. Der Green Up Day zeigte, wie wirkungsvoll es sein kann, Jugendliche früh für ökologische Themen zu sensibilisieren. Der Anlass war somit nicht nur ein lehrreicher Vormittag, sondern auch ein Impuls für mehr Verantwortungsbewusstsein und Respekt gegenüber der lokalen Biodiversität.

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Rezertifizierungsfeier 2024

Die sechs Solothurner Energiestädte Biberist, Grenchen, Lostorf, Oensingen, Olten und Solothurn wurden anlässlich der Re-Zertifizierungsfeier im Alten Spital Solothurn in ihrem Status als vorbildliche Leistungsträger im Bereich Energie bestätigt oder, wie im Falle von Lostorf und Biberist, neu zertifiziert. Die Stadt Solothurn erhält neu das Gold-Label. Die Energiestädte leisten einen wichtigen Beitrag an die Umsetzung der Energiestrategie 2050 des Bundesrats und die Energiestrategie des Kantons Solothurn und fördern damit den Klimaschutz. Aber auch die hiesige Wirtschaft profitiert von den Massnahmen.
Die Energiestadt Solothurn erreicht über 75% der möglichen Punkte und wird neu mit dem Energiestadt Gold Label ausgezeichnet. Damit gehört sie zu den innovativsten Schweizer Energiestädten. Weitere Energiestädte im Kanton Solothurn sind zurzeit die Gemeinden Dornach, Hofstetten-Flüh und Selzach sowie die Region Thal.
Der Kanton profitiert in vielerlei Hinsicht von den Energiestädten, da diese auf kommunaler Ebene durch konkrete energiepolitische Massnahmen aktiv zur Zielerreichung im Energie- und Klimabereich beitragen. Massnahmen wie Energieplanungen, die Förderung von Wärmeverbunden, energetische Gebäude–sanierungen und die Schaffung naturnaher Aussenbereiche, die Modernisierung der Strassenbeleuchtung sowie effizientere Ortsplanungsstrategien oder die Erhöhung der Schulwegsicherheit sind zentrale Elemente, die die Energiestädte umsetzen. Durch ihre Einbindung in schweizerische und europäische Netzwerke nehmen sie eine Vorbildfunktion ein und dienen als Flaggschiffe der Energie- und Klimapolitik. Sie experimentieren mit innovativen Ansätzen und verankern gleichzeitig bewährte Massnahmen, die zur Erreichung energiepolitischer Ziele beitragen.
Der Kanton zählt auf die Energiestädte
Regierungsrätin und Energiedirektorin Brigit Wyss betonte in in ihrer Begrüssung die wichtige Vorreiterrolle der Energiestädte, die einen erheblichen Einfluss auf die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien haben. Auch der Kanton habe sich ehrgeizige Ziele im Energiebereich gesetzt. Dazu gehört die Umsetzung der kantonalen Energiestrategie mit dem ambitionierten Netto-Null-Ziel bezüglich CO2-Ausstosses bis 2050 sowie eine Halbierung der Emissionen bis 2030. Diese Ziele sollen unter anderem durch eine intensivere Zusammenarbeit mit den Energiestädten sowie mit weiteren Solothurner Gemeinden und Regionen erreicht werden. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei das neue Energiegesetz, über das die Solothurner Stimmbevölkerung am 9. Februar 2025 abstimmt.
Christoph Schär, Präsident der Energiestadt-Kommission Oensingen und Direktor von Suissetec, sprach in seinem spannenden Input-Referat über die grossen Herausforderungen im Energie- und Klimaschutzbereich. Herausforderungen seien aber auch immer Chancen, so Schär. «Die gute Nachricht: Alles, was es braucht, um die Herausforderungen zu lösen, gibt es bereits. Wir müssen es nur noch tun. Und die heutige Veranstaltung zeigt, dass vieles bereits gemacht wird. Das macht Mut und gibt Hoffnung. Aber wir müssen dranbleiben und für die zukunftsfähigen Lösungen kämpfen. Immer wieder aufs Neue. Jeden Tag. Jeden Moment. In jeder Situation», so die Botschaft von Schär.
Klimapolitik und Energiepolitik braucht längerfristige Ziele und Planung – Laudatio
Monika Tschannen, Botschafterin des Trägervereins Energiestadt, gratulierte den Solothurner Energiestädten zu ihrer Leistung. Klima- und Energiepolitik brauche längerfristige Ziele, vorausschauendes Denken und stetiges Handeln – genau das, was die Energiestädte seit über 20 Jahren vorleben. Um die Ziele zu erreichen, brauche es aber auch den Bund, den Kanton, die Unternehmen und die Bevölkerung – und eine gut funktionierende Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinaus.

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Alles rund um Energie

Die Gemeinde Biberist lud die Bevölkerung am Mittwoch, 13. November 2024, zu einem Informationsanlass zum Thema Energie ein. Der Anlass in der Alten Turnhalle zog rund neunzig Personen an, die sich für Energiestadt, den Masterplan Energie sowie das Thema Heizungsersatz interessierten. Im Anschluss an die Präsentationen fand die Tischmesse mit lokalen Unternehmen der Energiebranche statt, wo sich die Gäste weiter informieren konnten. 

Der Anlass in der Alten Turnhalle stiess bei der Biberister Bevölkerung auf grosses Interesse. Rund neunzig Personen kamen, um sich zum Thema Energie zu informieren. Zum einen zeigte die Gemeinde auf, was sie im Bereich Energie und Netto-Null 2050 bereits unternommen oder geplant hatte. Zum andern erfuhren Hauseigentümer:innen, ob in ihrem Quartier ein Fernwärmeverbund in Planung ist und welche anderen Optionen unter welchen Rahmenbedingungen zur Verfügung stehen. 

Das neue Energiestadt-Label
Biberist ist seit Kurzem Energiestadt. Was das genau bedeutet und wie es dazu kam, erläuterte Patrick Bussmann, Energiestadt-Berater: «Die Gemeinde erlangte das Label, da sie in den sechs Energiestadt-Bereichen vorbildlich unterwegs ist. Das Label ist die Auszeichnung dafür, dass die Gemeinde ihr Handeln grundsätzlich auf das Ziel Netto-Null 2050 ausrichtet». Doch Energiestadt ist mehr als nur ein Label. Es eignet sich als Instrument, um kontinuierlich und koordiniert auf das Ziel hinzuarbeiten. Biberist muss sich in vier Jahren rezertifizieren, um das Label zu behalten. Bis dahin setzt die Gemeinde Aktivitäten um, die sie im Massnahmenprogramm definiert hat. 

Die sechs Energiestadt-Bereiche umfassen: 

  • Strategie, (Energie-) Planung, Bauwesen 
  • Gemeindeeigene Gebäude (Betriebsoptimierungen, Sanierungen etc.), Strassenbeleuchtung
  • Ver- und Entsorgung (Wärme, Strom, Wasser, Abfall, Grünräume)
  • Verkehr / Mobilität
  • Gemeindeorganisation / Verwaltung, Beschaffung
  • Kommunikation / Bildung, Zusammenarbeit, Förderung / Beratung

Der Masterplan Energie
Ein wichtiger Bestandteil des Biberister Massnahmenprogramms ist der Masterplan Energie. Diesen hat die Gemeinde von EVU Partners erarbeiten lassen. Stephanie Thomet präsentierte dem Publikum die wichtigsten Punkte. Der Masterplan ist als Fahrplan zu Netto-Null 2050 zu verstehen. Er beinhaltet quantitative Ziele und konkrete Massnahmen, welche die Gemeinde erreichen respektive umsetzen muss. Es sind die Bereiche Wärme, Kälte, Strom, Mobilität und die Vorbildfunktion der Gemeinde abgedeckt. Für die Erarbeitung der Massnahmen wurden einige Analysen durchgeführt. Unter anderem in welchen Quartieren Wärmeverbunde entstehen, in Planung sind und welche Gebiete sich weniger eignen. «Diese Information ist für Hauseigentümer:innen zentral, wenn das Thema Heizungsersatz ansteht», führt Stephanie Thomet aus. 

Möchten Sie mehr wissen zum Masterplan Energie?
Hier finden Sie weiterführende Informationen und das Dokument zum Download. 

Erneuerbar Heizen und das Portemonnaie schonen
Zum Abschluss erläuterte Adrian Tschui, neutraler Energieberater, das Thema erneuerbar Heizen. Er präsentierte die geltenden Bestimmungen im Kanton Solothurn und welche Möglichkeiten es zur Förderung gibt, wenn ein Heizungsersatz geplant ist. Er empfahl bei Bau- und Sanierungsvorhaben vom kostenlosen Beratungsangebot, welches der Kanton Solothurn ermöglicht, zu profitieren. 

Tipps vom Experten

Ausklang mit Apéro und Tischmesse
Anschliessend an die Referate fand die Tischmesse und der Apéro statt. Die Gäste konnten sich bei den anwesenden Unternehmen zu den Themen Wärmeverbund, Energiespeicherung und erneuerbaren Heizsystemen informieren. Anwesend waren sechs lokale Unternehmen: Die Energieversorger mit der EVB, BAC und Regio Energie sowie die drei Firmen Libattion AG, Kläy Haustechnik AG und Schär & Partner Engineering GmbH. Der Gemeindepräsident, Stefan Hug-Portmann, zeigte sich hoch erfreut und wertete den Informationsanlass «Biberist auf dem Weg zu Netto-Null 2050» als vollen Erfolg: «Ich freue mich sehr, dass wir einen so tollen Anlass mit interessanten Referaten, zahlreichem Publikum und guten Gesprächen beim Apéro und der Tischmesse organisieren konnten. Der Startschuss im Rahmen der Energiestadt ist damit vollends gelungen!»

Download der Präsentationen

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Biberist wird Energiestadt

Die Gemeinde Biberist hat sich in den vergangenen Jahren im Energie- und Klimabereich stark engagiert, dafür wird sie jetzt mit dem Energiestadt-Label ausgezeichnet. Am 28. Mai 2024 hat Biberist das Energiestadt-Audit erfolgreich absolviert und ist nun mit 59.4 % (von den nötigen 50 %) als neunte Energiestadt im Kanton Solothurn zertifiziert. Ein wichtiger Meilenstein war dabei die Erarbeitung des Masterplans Energie, in welchem die Gemeinde das Netto-Null-Ziel 2050, einen Absenkpfad und Massnahmen zur Zielerreichung definiert hat. In den kommenden Jahren werden diese Massnahmen nun umgesetzt.

In den vergangenen zwei Jahren hat die Begleitgruppe Energiestadt gemeinsam mit den Beratenden intensiv am Energiestadt-Dossier gearbeitet. Dazu zählten eine Bestandsaufnahme der bisherigen Aktivitäten in den Bereichen Energie und Klima und die Erarbeitung eines energiepolitischen Massnahmenprogramms für die Jahre 2024-2028. Das Programm sieht Aktivitäten in den sechs Energiestadt-Bereichen vor, die dazu beitragen sollen, die CO2-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren und gleichzeitig die kommunale Infrastruktur sowie Grün- und Freiflächen dem veränderten Klima anzupassen.

Um das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen, spielt die Strom-, Wärme- und Kälteversorgung eine wichtige Rolle. Die Gemeinde will ihre Energieversorgung kontinuierlich und gut koordiniert auf erneuerbare Energieträger umstellen. Deshalb hat Biberist gemeinsam mit ihrer Energieversorgerin EVB den Masterplan Energie (2023) erarbeitet, welcher geeignete Gebiete für unterschiedliche erneuerbare Energieträger identifiziert. Markus Flatt, Vorsitzender der Begleitgruppe Energiestadt, betont: «Der Masterplan Energie bildet die Grundlage für die strategische Ausrichtung der Energiepolitik in Biberist. Es ist wichtig, dass diese Planung von den Behörden wie auch der Bevölkerung bei Neubauten, Sanierungen und vor allem beim Heizungsersatz als Planungsgrundlage hinzugezogen wird». Ein wichtiger Bestandteil der Energieplanung ist auch die Fernwärmeversorgung von Ortsteilen Biberist südlich und nördlich der Emme, welche die EVB und die BKW AEK Contracting AG (BAC) aktuell planen und zeitnah realisieren wollen. Die Fernwärme wird gespeist aus Abwärme der KENOVA (ehemals KEBAG) und über die bestehende Dampfleitung transportiert. Diese Fernwärme stellt einen ersten Teil der zukünftigen, effizienten und nachhaltige Wärmeversorgung von Biberist sicher. Die Bevölkerung, welche sich im Perimeter der einzelnen Verbünde befinden, soll Kenntnis über die Möglichkeit eines Anschlusses erhalten. Die Gemeinde lädt die Bevölkerung am Mittwoch, 13. November 2024 zu einer Informationsveranstaltung ein. Auf dem Programm stehen die Vorstellung des Energiemasterplans mit der Energieplanung sowie ein Referat zum Thema «Erneuerbar heizen». Nach dem Anlass haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich an einer Tischmesse über einzelne Themen wie Energieeffizienz, Heizungsersatz und Fördermöglichkeiten zu informieren und beim Apéro gemeinsam auf die Zertifizierung als Energiestadt anzustossen.

Das Label Energiestadt zeichnet die Gemeinde Biberist für ihr bisheriges Engagement für eine sichere, preiswerte und klimaverträgliche Energieversorgung aus. Das Label setzt einen hohen Standard, den die Gemeinde nun halten und in vier Jahren beim ersten Re-Audit bestenfalls übertreffen will. Mit dem Energiepolitischen Massnahmenprogramm 2024-2028 sind die Weichen dazu gestellt. «Diverse Massnahmen von Energiestadt setzen wir bereits um», so der Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann. «Wir sind stolz, die erste Hürde genommen zu haben. Bis zum nächsten Audit in vier Jahren wollen wir uns weiter verbessern und im Raum Solothurn eine Vorbildrolle einnehmen». Dazu soll auch der geplante Energiefonds der Gemeinde beitragen, welcher durch eine teilweise Zweckbindung der bestehenden Konzessionsabgabe gespeist wird. Durch die Mittel des Energiefonds wird die Umsetzung von Massnahmen in den Bereichen Energie und Klima künftig erleichtert.

Die Gemeinde bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und freut sich auf eine weiterhin konstruktive und zielgerichtete Zusammenarbeit.

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Biberist auf dem Weg Richtung Netto-Null 2050

Die Gemeinde Biberist hat sich in den vergangenen Jahren im Energie- und Klimabereich engagiert, dafür soll sie jetzt mit dem Energiestadt-Label ausgezeichnet werden. Ein wichtiger Meilenstein im Prozess war die Erarbeitung des Masterplans Energie, in welchem die Gemeinde das Netto-Null-Ziel 2050 und die zur Zielerreichung notwendigen weiteren Massnahmen definiert hat.

In den vergangenen zwei Jahren arbeitete die Begleitgruppe Energiestadt gemeinsam mit den Beratenden intensiv am Energiestadt-Dossier. Dazu zählten eine Bestandsaufnahme der bisherigen Aktivitäten sowie die Erarbeitung eines energiepolitischen Massnahmenprogramms für die Jahre 2024–2028. Das Programm sieht Aktivitäten vor, die dazu beitragen, die CO2-Emissionen kontinuierlich zu reduzieren und gleichzeitig die kommunale Infrastruktur sowie Grün- und Freiflächen dem veränderten Klima anzupassen. Das Label Energiestadt zeichnet die Gemeinde Biberist für ihr bisheriges Engagement für eine sichere, kostengünstige und klimaverträgliche Energieversorgung aus. Mit dem Energiepolitischen Massnahmenprogramm 2024–2028 sind die Weichen gestellt, damit die Zielsetzung Netto-Null bis 2050 auch effektiv erreicht werden kann. «Diverse Massnahmen von Energiestadt setzen wir bereits um», so der Gemeindepräsident Stefan Hug-Portmann. «Wir sind stolz, die erste Hürde genommen zu haben. Ich bin zuversichtlich, dass wir das Label «Energiestadt» erhalten werden». Um das Netto-Null-Ziel bis 2050 zu erreichen, spielt besonders die Strom-, Wärme- und Kälteversorgung einer Gemeinde eine wichtige Rolle. Die Analyse der Wärmeversorgung in Biberist zeigt beispielsweise, dass der Anteil an Gas- und Öl-Heizungen nach wie vor vergleichsweise hoch ist. Erst 22 % aller Gebäude waren im Jahr 2023 mit erneuerbarer Wärme geheizt, während der Schweizer Durchschnitt bei 34.5% lag. Daraus leitet sich ein offensichtlicher Handlungsbedarf ab. Deshalb ist Biberist besonders bemüht, ihre Energieversorgung kontinuierlich und gut koordiniert auf erneuerbare Energieträger umzustellen.

Masterplan Energie 2023 erarbeitet
Um diesen Umstieg voranzutreiben hat Biberist gemeinsam mit der Energieversorgerin EVB den Masterplan Energie 2023 erarbeitet, welcher geeignete Gebiete für unterschiedliche erneuerbare Energieträger identifiziert. Markus Flatt, Vorsitzender der Begleitgruppe Energiestadt, betont: «Der Masterplan Energie bildet die Grundlage für die strategische Ausrichtung der Energiepolitik in Biberist. Es ist wichtig, dass diese Planung von den Behörden, den Energieversorgungsunternehmen wie auch der Bevölkerung bei Neubauten, Sanierungen und vor allem beim Heizungsersatz als Planungsgrundlage hinzugezogen wird.» Ein wichtiger Bestandteil der Energieplanung ist auch der Wärmeverbund, der die EVB in Zusammenarbeit mit der BKW AEK Contracting AG (BAC) plant und wenn möglich noch im Herbst 2024 mit dem Bau beginnen wird. Der Verbund, gespeist aus Abwärme der KENOVA (ehemals KEBAG), stellt die effiziente und nachhaltige Wärmeversorgung auf einem Teil des Gemeindegebiets sicher. Die Gemeinde lädt vor diesem Hintergrund zu einer Informationsveranstaltung zum Thema «Erneuerbar heizen» in der alten Turnhalle Biberist ein:

Biberist auf dem Weg Richtung Netto-Null 2050
Mittwoch, 13. November 2024, 18:30 Uhr, Alte Turnhalle Biberist
Mit Apéro und Tischmesse

Auf dem Programm stehen die Feier der offiziellen Zertifizierung als Energiestadt, die Vorstellung des Masterplans Energie sowie ein Referat zum Thema «Erneuerbar heizen». Nach dem Anlass haben die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, sich an der Tischmesse über einzelne Themen wie Energieeffizienz, Heizungsersatz und Fördermöglichkeiten zu informieren und beim Apéro gemeinsam auf die Zertifizierung der Gemeinde Biberist als Energiestadt anzustossen. Der Anlass ist kostenlos und kann ohne Anmeldung besucht werden. Die Gemeinde freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.